Die Verwaltung des Großherzogs erhält ab dem kommenden Jahr wesentlich mehr finanzielle Mittel: Die Zunahme des Budgets der neuen „Maison du Grand-Duc“ beläuft sich auf knapp sieben Millionen Euro. Die Gründe für die Mehrkosten sind bisher nur zum Teil nachvollziehbar.

17,5 Millionen Euro: Diese Summe ist in der Haushaltsvorlage für 2021 für die „Maison du Grand-Duc“ vorgesehen. Dahinter verbergen sich vor allem Personalkosten, aber auch Budgets für Repräsentation, Personenschutz, Infrastruktur, Informatik oder die Instandhaltung von Gebäuden. Im Vergleich zu 2020 erhöht die Regierung das Budget für die Verwaltung des Großherzogs um rund 6,9 Millionen Euro.

Diese Erhöhung habe einerseits rein formale Gründe, erklärte Premierminister Xavier Bettel (DP) Anfang der Woche im zuständigen parlamentarischen Ausschuss. Mit der Schaffung der „Maison du Grand-Duc“ gehe eine Zusammenlegung von Budgetposten einher, die bisher in diversen anderen Ressorts verteilt waren. Die Zusammenfassung aller faktisch dem Großherzog und seiner Verwaltung zustehenden staatlichen Gelder war eine Forderung aus dem sogenannten Waringo-Bericht.

Den Großteil des neuen Budgets (rund 13 Millionen Euro) machen Personalkosten aus. Aktuell stelle die „Maison du Grand-Duc“ auch neues Personal ein, so der Premier weiter. 14 zusätzliche Posten seien ausgeschrieben worden, um die von der Regierung vorangetriebene Erneuerung des großherzoglichen Hofes in die Praxis umzusetzen. Hinzu kommen Mehrausgaben zur Modernisierung der IT-Infrastruktur des Hofes und zur Neugestaltung der Webseite „monarchie.lu“, die im Einzelnen jedoch noch nicht nachzuvollziehen sind …