Der Schuldenstand des Luxemburger Staates steigt auf insgesamt 18,5 Milliarden Euro. Die neue Staatsanleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro wurde zu einem Negativzins ausgegeben. Doch die Bedingungen sind schlechter als vergangenes Jahr – aus mehreren Gründen.

Luxemburg leiht sich erneut 2,5 Milliarden Euro an den Finanzmärkten. Die Staatsanleihe mit zehnjähriger Laufzeit erreichte einen Negativzins von 0,045 Prozent. Das Interesse der Investoren sei groß gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Dank seines AAA-Ratings hat Luxemburg seine Liquiditätsreserven zu günstigen Bedingungen erhöhen können“, freute sich Finanzminister Pierre Gramegna (DP).

Doch im Vergleich zur „Nachhaltigkeitsanleihe“, die Luxemburg Ende des vergangenen Jahres mit einem Negativzins von 0,123 Prozent abschloss, sind die Bedingungen schlechter geworden. Eine Anleihe im April 2020 erreichte einen Negativzins von 0,035 Prozent. Der Schnitt der Länder mit Triple-A in der Eurozone liegt aktuell laut Daten der Europäischen Zentralbank bei einer Laufzeit von zehn Jahren bei -0.32 Prozent – also ein deutliches Stück günstiger als für Luxemburg. Ohne Triple-A lagen laut Zahlen der „Financial Times“ Belgien rezent bei 0,03 Prozent und Frankreich bei -0,02 Prozent …