Das Konsortium investigativer Journalisten ICIJ deckte auf, wie zahlreiche große Banken nachlässig mit Anti-Geldwäsche-Regeln umgehen. Die sogenannten „FinCEN-Files“ offenbaren aber auch die unzureichenden Mittel staatlicher Behörden im Kampf gegen das Geld aus kriminellen Aktivitäten.

Die „FinCEN-Files“ sind 2.100 Geldwäscheverdachtsmeldungen von Banken an die US-Behörde Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN). Die Berichte zeigen verdächtige Transaktionen in Höhe von 2.000 Milliarden US-Dollar.

Das Konsortium investigativer Journalisten ICIJ veröffentlichte Details zu insgesamt 85 verdächtigen Transaktionen, die Luxemburg betreffen. Die beteiligten Banken, die Summen und das Datum sind jeweils einsehbar. Allerdings fehlen Details, warum die Finanzinstitute die Vorgänge meldeten.

In der Auswahl sind Geschäfte mit Luxemburger Privatbanken, Depotbanken, hiesigen Töchtern internationaler Großbanken und selbst der „Spuerkeess“. Nur eine Transaktion fand zwischen zwei Luxemburger Banken statt: eine Überweisung von 500 Millionen US-Dollar von der Bank of China an die KBL (heute Quintet) im Oktober 2015.

Schwemme an Verdachtsmeldungen

Das Datenleck des ICIJ stellt aber einen winzigen, wenn auch aussagekräftigen Ausschnitt aus den Jahren 1999 bis 2017 dar. Allein 2019 erhielt FinCEN 2,3 Millionen Verdachtsmeldungen …