Aufgrund eines Haftbefehls der deutschen Justiz wurde vergangene Woche ein Ex-Banker mit engen Beziehungen zu Luxemburg auf Mallorca festgenommen. Er soll als Drahtzieher an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen sein, die dem deutschen Staat einen Schaden von 51 Millionen Euro verursacht haben. Laut Medienberichten handelt es sich um einen früheren Manager der Fortis-Bank (heute ABN Amro).

Das niederländische Onlinemedium „Follow the Money“ identifizierte den Verhafteten als Frank Hodyjas. Der 56-jährige Banker leitete bis 2010 die deutsche Gesellschaft „Fortis Global Securities Lending & Arbitrage“ in Frankfurt. Er führte nach 2010 Cum-Ex-Deals im Rahmen der Luxemburger „Kirchberg-Gruppe“ durch. Diese Gruppe entstand, als Frank Hodyjas zusammen mit Geschäftspartnern frühere Fortis-Tochtergesellschaften von ABN Amro übernahm und deren Aktiendeals weiterführte.

In zwei Verfahren forderten Unternehmen der Kirchberg-Gruppe (heute „KIC Sàrl“) insgesamt über acht Millionen Euro an Steuerrückzahlungen vom Luxemburger Staat …