aulette Lenert ist seit Ende 2018 neuen Kooperationsministerin. Damit hat sie ein Ressort übernommen, das auf wenig Kontroversen stößt. Denn im Bereich der Entwicklungshilfe ist Luxemburg seit langem Musterschüler, steht besser da als die Nachbarländer. Ein Überblick über die aktuellen Projekte. 

Luxemburg ist stolz auf seine Entwicklungsarbeit. Das Großherzogtum investiert auch viel in die Projekte und Programme. Die Ausgaben machen rund ein Prozent des Bruttonationaleinkommens aus – im Jahr 2018 waren das 401 Millionen Euro. 14 Länder werden aktuell von der luxemburgischen Entwicklungshilfe unterstützt.

Damit investiert das Großherzogtum mehr als andere europäische Länder und zählt zu den fünf EU-Staaten, die den vorgegebenen Prozentsatz von 0,7 des BIPs einhalten. In Deutschland lag der Wert im Jahr 2017 bei 0,67 Prozent, in Frankreich bei lediglich 0,43 Prozent. Nur Schweden liegt mit 1,01 Prozent über dem finanziellen Engagement Luxemburgs.

Luxemburg arbeitet vor allem in sieben ausgewählten Ländern eng zusammen. „Wir fokussieren uns auf die ‚least developped countries‘. Auf Länder, die von Armut geplagt werden, die nicht zu groß sind und in denen wir auch etwas umsetzen können“, sagt der Kooperationsdirektor Manel Tonnar …