Haushalte sollen 2023 für Strom nicht mehr zahlen müssen als aktuell. Für diesen Beschluss der Tripartite muss der Staat zwischen 100 und 150 Millionen Euro ausgeben, schätzt das Energieministerium im Gesetzentwurf zum Strompreisdeckel. Ein Zuschuss von neun bis elf Cent pro Kilowattstunde sei nötig, um den Preis stabil zu halten. Das entspricht angesichts des Verbrauchs von Haushalten und kleinen Unternehmen Kosten von 126 bis 150 Millionen Euro. Da der Marktpreis für nächstes Jahr aber noch nicht absehbar sei, soll dieses Budget Mitte Dezember angepasst werden. Im November lag der Preis an der Strombörse bei 14 Cent pro Kilowattstunde – und damit deutlich niedriger als noch im Sommer.

Die Regierung nutzt für den Strompreisdeckel den sogenannten Kompensationsmechanismus. Dieses System diente ursprünglich dazu, die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien zu finanzieren. An diesen Kosten beteiligten sich der Staat sowie die Kunden über ihre Stromrechnung. Doch der hohe Marktpreis führt dazu, dass anstatt Kosten Mehreinnahmen entstehen …