Die Arbeitslast der Mitarbeiter des Parlaments ist seit Beginn der Krise enorm gestiegen. Das Verfassen von Ausschussberichten musste zum Teil von externen Dienstleistern übernommen werden. Seit Anfang des Jahres hat auch eine regelrechte Einstellungsoffensive begonnen.

Die Verwaltung der Abgeordnetenkammer stieß in den vergangenen Wochen immer wieder an ihre Grenzen. Das zeigt sich insbesondere in der Abteilung, die für die Betreuung der parlamentarischen Ausschüsse zuständig ist. Vor wenigen Monaten waren noch 19 Referenten für 24 Ausschüsse tätig. Nun soll der Pool der Mitarbeiter um sechs neue Angestellte aufgestockt werden. Somit könnte in Zukunft jeder Mitarbeiter nur noch einen Ausschuss betreuen.

Man habe eine umfassende Reorganisation der Verwaltung vorgenommen, sagt der Generalsekretär des Parlaments, Laurent Scheeck, auf Nachfrage von Reporter.lu. Vier der sechs neuen Stellen konnten bereits besetzt werden. Der generelle Grund für die Neuanstellungen ist die hohe Belastung der Mitarbeiter seit Beginn der Coronavirus-Krise.

Externer Dienstleister schreibt Ausschussprotokolle

Deshalb greift die Verwaltung zusätzlich und vermehrt auch auf externe Dienstleister zurück. Die Verwaltung arbeitet seit mehreren Jahren mit einem externen Dienstleister zusammen, der auch für die wortgetreue Berichterstattung der Plenarsitzungen zuständig ist. Auf Antrag des Ausschusssekretariats, ist die gleiche Firma seit dem vergangenen Jahr nun auch zum Teil für die Erstellung der Protokolle von Ausschusssitzungen zuständig …