Drei Jahre nach Inkrafttreten des „Registre des bénéficiaires effectifs“ (RBE), das Auskunft über die Besitzer von in Luxemburg eingetragenen Gesellschaften geben muss, wurde erstmals eine Polizeiaktion durchgeführt, um mögliche Verstöße gegen die entsprechende Gesetzgebung festzustellen.

In einer Pressemitteilung ist die Rede von 160 bis 200 Polizisten, die Anfang Juli die Adressen von Firmen aufsuchten, die nicht im RBE registriert waren. Begleitet wurden die Beamten von Vertretern der Staatsanwaltschaften der Gerichtsbezirke Luxemburg und Diekirch. Binnen zwei Wochen wurden dabei laut offiziellen Angaben mehr als 100 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Weitere könnten folgen, denn die Kontrollen würden den ganzen Sommer lang fortgesetzt, so die Behörden in ihrer Mitteilung.

Bei Verstößen gegen das RBE-Gesetz drohen Strafen von bis zu 1,25 Millionen Euro. Außerdem kann die Justiz Firmen, die nicht unter der von ihnen angegebenen Adresse auffindbar sind, liquidieren …