Die US-Justiz wirft Frank Schneider bandenmäßigen Betrug und Geldwäsche vor. Das geht aus der Anklageschrift des zuständigen Gerichts hervor, die nun veröffentlicht wurde. Die Auslieferung des früheren Luxemburger Geheimdienstagenten an die USA steht weiterhin aus. 

Das Bezirksgericht von New York hat am Montag die Anklageschrift gegen Frank Schneider veröffentlicht. Damit erfährt die Öffentlichkeit erstmals, was die US-Behörden dem ehemaligen Mitarbeiter des „Service de renseignement de l’État“ (SRE) konkret im Zuge der „Onecoin“-Affäre vorwerfen und weshalb er an die USA ausgeliefert werden soll.

Angeklagt werden soll der Ex-Agent demnach wegen bandenmäßigen Überweisungsbetrugs („wire fraud“) und Geldwäsche. Auf beide Straftaten stehen laut US-Bundesrecht hohe Geldstrafen sowie Haftstrafen von bis zu 30 Jahre. Zudem müsste Frank Schneider die festgestellte Schadensumme zurückerstatten. Allerdings wird diese in der Anklageschrift nicht näher beziffert.

Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2014 und 2019. Konkret soll Frank Schneider laut der Anklage aktiv dabei geholfen haben, die Einkünfte im Zuge des Onecoin-Skandals zu verwalten. Zudem soll er das Netzwerk aktiv dabei unterstützt haben, das mutmaßliche Betrugssystem vor den Strafverfolgungsbehörden zu verschleiern.

Laut dem US-Gericht beruhte dieses System darauf, durch den Verkauf der vermeintlichen Kryptowährung Onecoin potenzielle Käufer dazu zu bringen, Geldbeträge in Form von Investments an das Netzwerk zu senden. Dabei soll es sich um Geld handeln, von dem die Verantwortlichen wissen mussten, dass es aus einer illegalen Aktivität stammte, so die Anklageschrift …