Steigende Nachfrage in Luxemburg und weltweite Lieferengpässe bereiteten dem Gesundheitsministerium Probleme, die nötigen Mengen an medizinischem Cannabis zu beschaffen. Im Juli wurde ein Vertrag mit dem Marktführer unterschrieben, der im September liefern soll.

Die deutsche Niederlassung des Cannabis-Marktführers « Canopy Growth » wird medizinische Präparate im Wert von 4,68 Millionen Euro an Luxemburg liefern. Das geht aus einer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt hervor. Die Lieferengpässe und die zeitweise Nichtverfügbarkeit von medizinischem Cannabis führten zu mehreren parlamentarischen Anfragen.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) teilte dem Abgeordneten Sven Clement (Piraten) Ende Juli mit, dass der Auftrag über eine europäische Ausschreibung vergeben worden sei. Den Lieferanten und die Summe verschwieg sie allerdings, was den Abgeordneten zu einer weiteren Anfrage veranlasste, die noch unbeantwortet blieb.

« Canopy Growth Germany » war das einzige Unternehmen, das an der Ausschreibung teilnahm. Die deutsche Tochter des kanadischen Konzerns wird getrocknete Cannabis-Blüten für 2,34 Millionen Euro sowie Cannabis-Öle im gleichen Wert liefern …