Laurent Schmit

Laurent Schmit, Jahrgang 1984, ist Redakteur und Teilhaber bei REPORTER. Nach seinem Geschichtsstudium in Luxemburg, Brüssel und Freiburg arbeitete er unter anderem als Autor und Koordinator der Zeitschrift "Forum" sowie als Wirtschaftsredakteur des "Luxemburger Wort". Für REPORTER widmet sich Laurent Schmit vor allem den Themen an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft. 2019 war er Teil der europaweiten, preisgekrönten investigativen Recherche "Grand Theft Europe".

Verzögerte Corona-Massentests

Exit-Strategie steht auf wackligen Füßen

Bis zu 20.000 Tests pro Tag hatte die Regierung ab Mitte Mai versprochen. Diese Massentests sind wichtig, um nach dem Ende des Lockdown eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Doch bei der praktischen Umsetzung gibt es Probleme, die lange ignoriert wurden.

Digitale Corona-Plattformen

Zwischen Helfen und Geschäfte machen

Webseiten sollen Läden und Restaurants helfen, in der Coronakrise für ihre Kunden sichtbar zu bleiben und ein bisschen Umsatz zu machen. Andere Plattformen helfen bei der Beschaffung von Schutzmaterial. Diese Nöte nutzen manche Unternehmen allerdings auch für ihr eigenes Business.

Corona-Massentests

Eine halbe Million Zweifel

500.000 Coronavirus-Tests hat der Staat von einer Luxemburger Firma gekauft. An der Zuverlässigkeit des Produkts von „Fast Track Diagnostics“ regen sich jedoch Zweifel. Das Unternehmen hielt sich in der Vergangenheit nicht immer an alle Spielregeln. Auch die Regierung räumt Unregelmäßigkeiten ein.

Forderung des Finanzsektors

Pause für Steuertransparenz gewünscht

Die sogenannte „DAC 6“-Regeln verpflichtet Finanzdienstleister die Steuersparmodelle ihrer Kunden den Behörden zu melden. Doch die Prozedur erfordert Ressourcen, die aufgrund der Corona-Krise knapp sind. Europäische und nationale Verbände fordern einen Aufschub.

Kampf gegen Covid-19

Mehr als 50 Millionen Euro für medizinische Ausrüstung

Masken, Beatmungsgeräte, Testkits: Um die Corona-Krise zu bewältigen musste der Staat schnell handeln und wurde weltweit fündig. Allein Anfang April kaufte die Regierung 29 Millionen Atemschutzmasken. Die öffentlichen Aufträge geben Einblicke in eine kostspielige Materialschlacht.

Max-Planck-Institut

Forschungsministerium setzt Reformen durch

Die Max-Planck-Gesellschaft zieht an ihrem Luxemburger Tochterinstitut Konsequenzen: Sie ernannte einen Sonderbeauftragten und stellte eine neue Verwaltungschefin ein. Doch auch die Regierung will mehr Kontrolle über die Forschungseinrichtung, die der Luxemburger Staat finanziert.

Kontrolle von Neuinfektionen

Regierung zögert bei Tracing-Apps

Die Regierung lehnt es ab, Smartphones zu nutzen, um Ansteckungsketten zu kontrollieren. Der Datenschutz sei nicht gewährleistet, meint der Premier. Zwar plant die „Santé“ in den nächsten Wochen wieder Kontakte der Infizierten zurückzuverfolgen, doch ein Gesamtkonzept fehlt.

Bürgschaft für Notkredite

Unternehmen müssen für Staatsgarantie zahlen

Teil des Stabilisierungspakets für Luxemburgs Wirtschaft sind staatliche Garantien in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Das Parlament soll dazu am Freitag ein Gesetz beschließen. Doch viele Fragen bleiben offen. Etwa, warum die Unternehmen einen Teil der Zinsen an den Staat zahlen müssen.

Zwischen Corona und Tram-Baustelle

Dauerkrise im Bahnhofsviertel

Geschäfte und Restaurants im hauptstädtischen Bahnhofsviertel waren bereits vor dem Lockdown angeschlagen. Die Tram-Baustelle ließ den Umsatz einbrechen, die Corona-Krise könnte für viele Unternehmen das Ende bedeuten. Doch die Politik hat wenig Antworten zu bieten.