Laurent Schmit

Laurent Schmit, Jahrgang 1984, ist Redakteur und Teilhaber bei REPORTER. Nach seinem Geschichtsstudium in Luxemburg, Brüssel und Freiburg arbeitete er unter anderem als Autor und Koordinator der Zeitschrift "Forum" sowie als Wirtschaftsredakteur des "Luxemburger Wort". Für REPORTER widmet sich Laurent Schmit vor allem den Themen an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft. 2019 war er Teil der europaweiten investigativen Recherche "Grand Theft Europe".

Buchkritik zu „Stop Reading the News“

News-Junkies brauchen guten Stoff

Wir verschwenden jeden Tag mindestens eine Stunde mit Nachrichten. Das ist die These des Schweizer Bestsellerautors Rolf Dobelli. Sein Rezept: Einfach aufhören damit und die Zeit besser nutzen. Seine nüchterne Diagnose überzeugt, seine radikalen Ratschläge nicht.

"Project Gemini" und ein Luxemburger Fonds

Die Keimzelle des Cum-Ex-Skandals

Die US-Bank Merrill Lynch startete 2005 ein großes Steuervermeidungsprojekt: Ihre Kunden „sparten“ bis zu 50 Millionen US-Dollar an Steuern auf Dividenden – pro Jahr. Eine zentrale Rolle spielte ein Luxemburger Fonds der Bank. Doch das war nur der Anfang der Geschichte.

Waringo-Bericht

Die gescheiterte Modernisierung des Hofes

Eine verhängnisvolle Reorganisation, ein desaströses Personalmanagement und eine übermächtige Großherzogin: Das sind die wichtigsten Erkenntnisse des Sonderbeauftragten Jeannot Waringo. Es ist die Chronik einer Krise mit Ansage. Nun soll die Regierung wieder die Kontrolle am Hof übernehmen.

Kommentar

Die andauernde Verfassungskrise

Die neue Verfassung sollte mit alten Problemen aufräumen – allen voran der unklaren Rolle des Großherzogs. Doch aus dem großen Reformvorhaben wurde ein Reförmchen, das dafür keine Lösungen bringt. Jetzt zeigt sich: Das war ein grober Fehler. Ein Kommentar.

Offenlegung von Steuersparmodellen

Tauziehen um Transparenz

Der Finanzminister will Luxemburgs Schmuddelimage loswerden und fordert die Offenlegung von Steuertricks. Doch der Staatsrat ergreift Partei für Anwälte, Steuerberater und Buchprüfer – deren Berufsgeheimnis ist sakrosankt. Von Gramegnas Plänen bleibt damit nicht viel übrig.

Verdacht auf Geldwäsche

Die Kasachstan-Connection

Kasachische Oligarchen nutzten eine Luxemburger Briefkastenfirma, um knapp 80 Millionen Dollar in US-Immobilien zu investieren. Das Geld sollen sie der Stadt Almaty und der BTA Bank gestohlen haben. Der frühere Trump-Berater Felix Sater half ihnen dabei – und soll sie dann betrogen haben.

Neue Arbeitsformen

Der Boom der Coworking-Spaces

Der Trend geht zum geteilten Büro: mehr Flexibilität, keine Mietverträge auf drei Jahre und eine Gemeinschaft von Menschen mit Unternehmergeist. Das ist zumindest das Versprechen der Coworking-Büros. Die Nachfrage hält an, kommt aber nicht nur von Start-ups.

Regulierung von Coworking-Spaces

Neuer Zufluchtsort für Briefkastenfirmen

Billigen und flexiblen Büroraum für Start-up-Firmen versprechen die Coworking-Anbieter. Doch vermehrt greifen Finanzunternehmen darauf zurück, die vor allem eine Luxemburger Adresse wollen. Das Risiko von Finanzkriminalität ist nicht fern, wie zwei Fälle zeigen.

Messfehler und Steuerbetrug

Luxemburgs Problem mit Exportstatistiken

Forscher decken massive Diskrepanzen in den Handelsstatistiken der EU-Länder auf. Vor allem Luxemburg gibt deutlich höhere Exporte von Gütern und Dienstleistungen an, als die jeweiligen Importländer. Die Gründe haben mit Steuern zu tun – aber nicht nur.