Laurent Schmit

Laurent Schmit, Jahrgang 1984, ist Redakteur und Teilhaber bei REPORTER. Nach seinem Geschichtsstudium in Luxemburg, Brüssel und Freiburg arbeitete er unter anderem als Autor und Koordinator der Zeitschrift "Forum" sowie als Wirtschaftsredakteur des "Luxemburger Wort". Für REPORTER widmet sich Laurent Schmit vor allem den Themen an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft. 2019 war er Teil der europaweiten investigativen Recherche "Grand Theft Europe".

"Sichere" Plattform für Justiz und Geheimdienst

Mangelhafter Datenschutz bei elektronischer Überwachung

Wird ein Telefon abgehört oder die Internetnutzung überwacht, sollen die Ergebnisse künftig „sicher“ auf elektronischem Weg ausgetauscht werden. Der entsprechende Gesetzesentwurf des Justizministers soll eine zweifelhafte Praxis beheben. Doch der Text hat selbst gravierende Mängel.

Datenschutz beim Geheimdienst

Premier will beim SREL nicht nachbessern

Zeitdruck und „kollektives Versagen“ führten dazu, dass die Datenbanken von Polizei und Justiz unzureichend geregelt wurden. Von der öffentlichen Debatte verschont blieb dagegen der Geheimdienst. Dabei verrät der Fall des SREL viel über die politische Datenschutzmisere.

Luxemburg und die Cum-Ex-Affäre

Ein Fondsverwalter im Visier der deutschen Justiz

Deutsche Staatsanwälte ermitteln seit Jahren gegen Finanzmanager, die mit fragwürdigen Aktiendeals Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen haben. Dabei richtet sich ihr Augenmerk auch gegen die niederländische Bank ABN Amro und einen Luxemburger Fondsverwalter: die „Kirchberg-Gruppe“.

Cum-Ex-Affäre

Aufsichtsbehörden tappen im Dunkeln

Luxemburg könnte neben anderen Ländern zu den Opfern des Cum-Ex-Skandals zählen. Doch die Behörden tun sich schwer, Licht in das Dickicht von problematischen Aktiendeals und  Steuerhinterziehung zu bringen. Währenddessen laufen die Geschäfte auf Kosten der Staatskassen weiter.

Warten auf europäische Lösung

Blau-Rot-Grün hält an Vorratsdatenspeicherung fest

Die Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen Grundrechte. Das hielt der Europäische Gerichtshof bereits 2014 fest. Trotzdem stimmte die blau-rot-grüne Mehrheit gegen eine Aussetzung der Überwachungsmaßnahme. Justizminister Braz hofft weiter auf eine europäische Lösung.

Rechtlich fragwürdig

Das ungelöste Problem der „stock options“

Manager kommen in den Genuss einer äußerst günstigen Besteuerung ihrer Boni. Vor einem Jahr versprach der Finanzminister Pierre Gramegna eine grundlegende Reform, passiert ist bisher nichts. Damit fehlt weiterhin eine rechtliche Grundlage.

„Belt-and-Road“-Initiative

Luxemburgs Geheimdiplomatie mit China

Im März unterzeichnete Premier Xavier Bettel eine Übereinkunft mit China. Doch bis heute weigert die Regierung sich, den Inhalt offenzulegen – während andere Partner Chinas dies tun. Dabei geht es um nichts weniger als den Weltmachtanspruch der Volksrepublik.

"Neue Seidenstraße"

Chinas Weltmachtträume

Mit dem gigantischen Projekt „Belt and Road“ will China weltweit neue Allianzen schmieden. Neue Infrastrukturen sollen gebaut werden, Finanzmärkte verschmelzen und Menschen sich begegnen. Seit März macht auch Luxemburg mit. Doch die allumfassende Initiative dient vor allem eins: dem Machtanspruch Chinas.

Datenbanken, Videoüberwachung, Vorratsdaten

Der fahrlässige Umgang mit dem Datenschutz

Die Debatte über die Datenbanken von Politik und Justiz ist kein Zufall. Es gab mehrere Warnungen über fehlende Datenschutzregeln. Doch die Minister Braz und Bausch ignorierten sie und setzen so das Vertrauen der Bürger in die Behörden aufs Spiel. Ein Kommentar.