Déi Gréng wollen weiter regieren und auf ihrer Arbeit der letzten fünf Jahre aufbauen. Doch in ihrem Wahlprogramm vermeiden sie Debatten und bieten kaum konkrete Antworten auf die Gretchenfrage des Wahlkampfs: Wie hast Du’s mit dem Wachstum?

Zwischen Audi-Händler und anderen mittelständischen Betrieben liegt die Junglinster Mehrzweckhalle mit riesigem Parkplatz. Vor der Tür wehen grüne Fahnen und parken drei Fahrräder. Ein heißer Samstagvormittag, alle bis auf Felix Braz haben aufs Sakko verzichtet. Es tagt der Wahlkongress der Grünen.

Die Partei ist zum ersten Mal in ihrer 35-jährigen Geschichte Teil einer Regierung und hat offensichtlich daran Gefallen gefunden. „Wir haben in fünf Jahren mehr umgesetzt als in 30 Jahren Opposition. Wir wollen eine Verlängerung unseres Vertrags für weitere fünf Jahre“, sagte Parteipräsident Christian Kmiotek ohne Scheu. Ganz nach der münteferingischen Maxime: Opposition ist Mist.

„Luxemburg – ein Land am Limit“

Doch die Grünen stehen zum ersten Mal vor dem Dilemma einer Regierungspartei: Einerseits müssen sie irgendwie erklären, dass die Lage schlimm ist und nur sie die richtigen Lösungen haben. Andererseits versuchen die grünen Minister die Bilanz ihrer Arbeit möglichst positiv darzustellen.