Was war los in der EU? Und was hat das alles mit Luxemburg zu tun? Charlotte Wirth blickt aus Brüssel auf die politischen und medialen Top-Themen der vergangenen Wochen zurück. Dieses Mal: Brüssel zieht Bilanz zur Migrationskontrolle und Oxfam erklärt Luxemburg zur Steueroase.

Am Mittwoch zog die EU-Kommission Bilanz, vier Jahre nach der „Migrationskrise“. Wenig überraschend beschrieb der zuständige Kommissar Dimitris Avramopoulus die EU-Migrationspolitik als Erfolg. „Die Krisenzeiten sind vorbei“ und „unsere Außengrenzen sind besser geschützt denn je“, verkündete der griechische Kommissar. Nun gelte es, neue Migrationsströme einzudämmen.

Die Zahl der Menschen nimmt ab, die von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien gelangen. Auch der Druck auf Griechenland sinkt dank des EU-Türkei Abkommens. Doch der Migrationsfluss verschiebt sich auf die westliche Mittelmeerroute: Aus Marokko kommen die Migranten über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien. Laut dem Migrationsbüro (IOM) hat sich die Zahl der Ankünfte in Spanien im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt.

Vermehrte Zusammenarbeit mit Marokko

Die EU antwortet auf diese Zahlen wie gewohnt mit einer verstärkten Kooperation mit Drittstaaten. Nimmt man das Beispiel Libyens ist eine solche Zusammenarbeit schließlich – rein zahlenmäßig – erfolgsversprechend …