Was war los in der EU? Und was hat das alles mit Luxemburg zu tun? Charlotte Wirth blickt aus Brüssel auf die politischen und medialen Top-Themen der vergangenen Wochen zurück. Dieses Mal: Die Brexit-Abstimmung im britischen Parlament, Steuerdebatte und ein fragwürdiger Deal mit Marokko.

In Brüssel, genau wie in Luxemburg, gab es diese Woche vor allem ein Thema: die Brexit-Abstimmung im britischen Parlament. Die Reaktionen auf das Nein der Abgeordneten waren gemischt. Während die grüne EU-Parlamentarierin Tilly Metz das „Nein“ geradezu als Chance für ein zweites Referendum und einen „Exit“ vom Brexit wertet, sind die meisten Politiker weniger optimistisch und unterstützen die Forderung der Europäischen Kommission, wonach Großbritannien möglichst zeitnah Klarheit schaffen müsse.

Auch Luxemburgs Journalisten konnten den Optimismus von Tilly Metz nicht teilen, sondern bezeichneten die Situation wahlweise als „Scherbenhaufen“, „Zerfall“ und „Demütigung„.

Vorbereitung auf den harten Brexit

Einen treffenden Überblick über Theresa Mays Optionen nach dem Wahlausgang lieferte übrigens die „New York Times“. So viel ist inzwischen klar: Nachdem May am vorigen Mittwoch ein Misstrauensvotum überstanden hat, will sie an diesem Montag einen alternativen Plan vorstellen, wie die Scheidung mit der EU aussehen könnte. Über diesen soll am 29. Januar abgestimmt werden. Zur Erinnerung: Dann sind es gerade einmal acht Wochen bis zum geplanten EU-Austritt Großbritanniens.

Dem bayerischen Rundfunk sagte Jean Asselborn, dass „eine magische Formel“ nicht zu erwarten sei. Bei „Anne Will“ sprach Luxemburgs Lieblingsgast der deutschen Medien dagegen von einer nahenden „Katastrophe“ …