Gleich drei Minister präsentierten am Freitag ein Maßnahmenpaket, das die Besteuerung von Bauland und Wohnungen gerechter machen soll. Im Zentrum des von Innenministerin Taina Bofferding (LSAP), Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) und Finanzministerin Yuriko Backes (DP) vorgestellten Pakets steht dabei die Reform der Grundsteuer. Diese soll fortan dem tatsächlichen Wert eines Grundstücks Rechnung tragen.

Zur Erinnerung: Die bestehende Grundsteuer wurde 1941 unter deutscher Besatzung eingeführt. Dabei geben sogenannte Einheitswerte die Besteuerung einer Fläche vor. Ein Mechanismus, der bis heute nahezu unangetastet geblieben ist. In der Praxis führt das oft zu sehr niedrigen Steuersätzen. Innenministerin Taina Bofferding illustrierte die Problematik anhand einer Fläche in der Hauptstadt: „In Luxemburg-Stadt gibt es Eigentümer, die lediglich 70 Cent Grundsteuer bezahlen.“ Eine Besteuerung, die nicht mehr im Verhältnis zum eigentlichen Wert des Grundstücks stehe, so die Ministerin.

Kern der neuen Grundsteuer ist eine neue Berechnungsformel …