Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Banken und Vermögensverwalter erhalten mehr Zeit, um Steuerinformationen ihrer Kunden an den Staat weiterzureichen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor. Grund sind die eingeschränkten Ressourcen aufgrund der Pandemie.

Finanzunternehmen erhalten zwischen drei und sechs Monate mehr Zeit, um Daten über ihre Kunden an die Steuerverwaltung weiterzuleiten. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den Finanzminister Pierre Gramegna (DP) Anfang der Woche im Parlament einbrachte. Betroffen sind der automatische Austausch von Steuerinformationen, die Weiterleitung von Finanzdaten an die USA (Fatca) und die neue Offenlegung von Steuersparmodellen (DAC 6). Die Regierung nutzt die Möglichkeit, die eine entsprechende EU-Richtlinie bietet.

Ende April forderten die europäischen Verbände des Finanzsektors in einem gemeinsamen Brief, die Deadline vom 1. Juli 2020 für DAC 6 zu verschieben …