Eine sichtbare Polizeipräsenz für ein besseres Sicherheitsgefühl beim Bürger: Was simpel klingt, scheiterte bis dato am fehlenden Personal. Ressortminister Henri Kox stellte nun seinen Plan vor, wie die Polizei dies dennoch bewerkstelligen soll: Es brauche eine „kollektive Anstrengung“.

Die Polizei soll ab sofort mehr Präsenz im hauptstädtischen Bahnhofsviertel, in Bonneweg, aber auch in der Oberstadt zeigen. Dies kündigte Henri Kox (Déi Gréng), Minister für Innere Sicherheit, am Montag auf einer Pressekonferenz an. Dieses als „Plan“ betitelte Vorhaben ist als Reaktion zu sehen auf die anhaltende Diskussion um die Sicherheitssituation in Luxemburg-Stadt. Diese war Anfang September nochmals hochgekocht, als bei einem Vorfall in der Avenue de la Gare eine Person vom Hund einer privaten Sicherheitsfirma gebissen worden war – jener Firma, die im Auftrag der Stadt dort tätig ist.

Henri Kox gab vor der Presse ohne Umschweife zu, dass er gerne „Ruhe in dem Dossier“ haben möchte. Zudem machte er nochmals deutlich, dass die öffentliche Sicherheit in seinen Augen nicht in die Hände von Privatunternehmen gehöre. Auch sei es für ihn ein „gefährlicher Irrweg, Kriminalität mit symbolischen Aktionen zu begegnen“. Die Pressekonferenz am Montag fand übrigens nur wenige Stunden vor der Sitzung des hauptstädtischen Gemeinderats, in der abermals über den Einsatz der privaten Sicherheitsfirma debattiert wurde, statt.

Prävention als eigenständige Mission

Es sei Aufgabe der Polizei, für Sicherheit beziehungsweise für ein Sicherheitsgefühl bei den Bürgern zu sorgen, dies stets unter Gewährleistung aller rechtsstaatlichen Prinzipien, so Henri Kox weiter. Ein solches Sicherheitsgefühl erreiche man am besten durch Prävention – indem man die Verbrechen verhindere, ehe sie passieren, so der Minister.

In diesem Sinne wurde die Prävention nun zu einer eigenständigen Polizeimission erklärt – eine Mission „à part“, die das Korps nun in einer „kollektiven Anstrengung“ erfüllen soll. Es ist ein Vorbote eines ganzen Maßnahmenpakets, das der Minister bis zum 20. Oktober dem Ministerrat vorlegen will …