Das neue Armeegesetz rückt näher. Der Gesetzentwurf steht laut dem Verteidigungsministerium kurz vor dem Abschluss. Zudem verrät das Ministerium erste Details. So sind neue Laufbahnen beim Militär vorgesehen und ein Ausschlusskriterium soll künftig entfallen.

Ob Cybersicherheit, Militärsatellit oder Aufklärungsdrohnen: Mit jedem neuen Militärprojekt werden die Aufgaben der Luxemburger Armee vielfältiger. Das Problem: Luxemburgs Armee fehlt für die neuen Verpflichtungen oft das nötige Personal. Bereits 2019 stellte ein Bericht zur Lage der Armee fest, dass die Rekrutierung der Armee seit 2007 stagniert.

Ein Grund für die Personalschwierigkeiten ist auch, dass die Armee bei der Rekrutierung mit der Polizei und dem Zoll konkurriert. Dass das Militär bei potentiellen Bewerbern im Vergleich oft den Kürzeren zieht, dürfte auch daran liegen, dass die Karrierechancen bei der Armee begrenzter sind als bei anderen Sicherheitsbehörden. Vor allem, da das ehemalige Privileg des Berufszugangs für Soldaten, etwa bei der Post, seit Jahren nicht mehr besteht.

Um das Problem wenigstens teilweise zu lösen, plant die Regierung eine Reform des Armeegesetzes. Der aktuelle Text stammt aus dem Jahr 2007 und entstand noch unter dem damaligen Verteidigungsminister Jean-Louis Schiltz (CSV).

Erste Details des neuen Gesetzes

Wie das Verteidigungsministerium auf Nachfrage von Reporter.lu bestätigt, stehen die Arbeiten für den Vorentwurf des Gesetzes kurz vor dem Abschluss. Der Avant-Projet de Loi sieht laut Ministerium die Schaffung neuer Militärkarrieren vor. So sollen unter anderem neue Laufbahnen in den Gehaltsklassen B1 und A2 geschaffen werden. Für die Laufbahn B1 wird im Staatsdienst generell ein Sekundarschulabschluss benötigt, für die Laufbahn A2 ein Bachelorabschluss …