Als Vorbereitung auf eine mögliche neue Covid-Welle im Herbst haben das Familien- und das Gesundheitsministerium neue Richtlinien für Einrichtungen für ältere Menschen erstellt. Damit reagieren die Ministerien auf die Kritik des Waringo-Berichts zu den Alten- und Pflegeheimen.

„Es gibt keine One-size-fits-all-Lösung für die unterschiedlichen Einrichtungen“, sagte Corinne Cahen (DP) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Bezug auf die Hygieneregeln und den Umgang mit Covid-Erkrankten in den verschiedenen Pflegestrukturen. Dennoch konnte sich die Familienministerin gemeinsam mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) und den Akteuren im Altenpflegesektor auf mehrere Vorgaben einigen.

Das Gesundheitsministerium folgt auch der Empfehlung des „Conseil Supérieur des Maladies Infectieuses“ (CSMI) und organisiert ab dem 27. September eine Impfkampagne hinsichtlich einer dritten Dosis für die Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen. Binnen drei Wochen soll diese Kampagne abgeschlossen werden.

Neue Quarantäneregeln

Um einer weiteren Infektionswelle vorzubeugen, sollen die Bewohner der Strukturen weiterhin in einem Rhythmus von zwei bis drei Wochen getestet werden. Dabei gelten für Positiv-Getestete seit der Einführung des Covid-Check-Regimes neue Regeln. Geimpfte, die sich trotzdem infizieren, müssen nicht mehr in eine Quarantäne. Im Gegenzug müssen sie jeden Tag einen Schnelltest durchführen und sich am sechsten Tag mit einem PCR-Test freitesten. Während dieser Zeit gilt für sie die Maskenpflicht.

Ungeimpfte müssen hingegen weiterhin in Quarantäne. Sollten mehr als drei Fälle innerhalb von zwei Wochen in einer Einrichtung auftreten, soll die betroffene Einheit räumlich isoliert werden. Ist das ganze Haus betroffen, soll der Zugang zur Struktur eingeschränkt werden. Bei der Ausarbeitung dieser Vorgaben seien sich die Akteure zu großen Teilen einig gewesen, so Corinne Cahen.

Kontroverser seien die Diskussion über eine mögliche Impfpflicht für neue Heimbewohner gewesen, erklärte die Familienministerin …