Der Luxemburger Staat hat im juristischen Streit um den Vereinsstatus von „Give us a Voice“ eine Niederlage einstecken müssen. Das oberste Verwaltungsgericht urteilte nämlich, dass die Analyse, ob der Tierschutzverein aus Remich den Status der Gemeinnützigkeit erhalten könne, nicht ausreichend durchgeführt worden sei. Vor allem die mögliche Vermischung von Vereinsinteressen und jenen des Vorsitzenden – dem Piraten-Politiker Daniel Frères – sei nicht hinreichend geprüft worden. Dabei habe doch offensichtlich gerade dieser Punkt eine Rolle bei der Verweigerung des Status gespielt.

Tatsächlich war die Personalie von Daniel Frères vor Gericht wiederholt von staatlicher Seite angeführt worden, um den begrenzten Tätigkeitsbereich des Tierschutzvereins zu belegen. Wie Reporter.lu berichtete, argumentierte der Vertreter des Justizministeriums sowohl vor dem Verwaltungsgericht als auch vor der übergeordneten Instanz, dem Verwaltungsgerichtshof, dass vor allem der Vorsitzende die Aktivitäten betreibe. Darüber hinaus sei die Mitgliederzahl überschaubar und der Vereinsarbeit würde „une certaine envergure“ fehlen.

In seinem Urteil bestätigt der Verwaltungsgerichtshof, dass für den Erhalt des „Statut d’utilité publique“, durch den Spenden an den Verein steuerlich abgesetzt werden können, die Aktivitäten einer gemeinnützigen Vereinigung von einem gewissen Ausmaß sein müssen …