Die Pandemie hat auch die Kunst- und Kulturszene schwer getroffen. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Durch Austausch und Unterstützung konnte über den Sommer eine neue Dynamik entstehen. Das Kulturministerium legt nun eine Zwischenbilanz vor.

„Nirgendwo sonst können entscheidende gesellschaftliche Fragen besser verhandelt werden als auf der Bühne.“ Solche Worte sind Balsam für die Seele von Kunst- und Kulturschaffenden. Besonders wenn sie aus dem Mund der für ihr Ressort zuständigen Ministerin kommen. Und wenn den Worten dann auch noch Taten folgen.

Sam Tanson genießt ein Ansehen in der Kulturszene, wie es es seit der Ära Erna Hennicot-Schoepges (CSV) wohl nicht mehr gab. Sie höre zu und wisse, wovon sie spreche, lautet der allgemeine Tenor aus der Branche. Gerade in den letzten, schwierigen Monaten der Pandemie fühlten sich die Künstler verstanden und unterstützt. Geld floss ohne großen administrativen Aufwand, viele alternative Projekte konnten entstehen.

Ob „Bock op…“ in der Abtei Neumünster, der „TheaterContainer“ in Mamer oder auch die „KuFa Summer Bar“ in Esch/Alzette: sie alle waren unmittelbare Reaktionen auf die Krise und das Ergebnis gegenseitiger Unterstützung.

Besucherzahlen auf relativ hohem Niveau

Dass die Besucherzahlen auf Sommerfestivals und anderen Kulturveranstaltungen in Zeiten einer Pandemie niedriger sind, als in einem üblichen Sommer ohne Restriktionen, versteht sich von selbst. Doch die Zahlen, die das Kulturministerium diese Woche veröffentlichte, deuten dennoch auch im Corona-Sommer auf eine rege Nachfrage hin.

Insgesamt 18.000 Zuschauer zog es über den Sommer in die Kulturinstitutionen des Landes, zu Konzerten, Theaterstücken und Filmaufführungen. Die Museen zählten im Juli und August fast 42.000 Besucher, davon alleine 29.000 in den Museen der Hauptstadt …