Fehlender Zugang zu Informationen, politische Einflüsse, mangelnde soziale Inklusion: Der neueste „Media Pluralism Monitor“ spart nicht mit Kritik an Luxemburgs Presselandschaft. Am problematischsten scheint den Forschern die Konzentration der Medienmacht im Land.

Schon in den einleitenden Paragrafen der Studie wird deutlich, wo der Schuh drückt: „Die scheinbare Vielfalt der Medienlandschaft in Luxemburg darf nicht über eine starke Machtkonzentration hinwegtäuschen, die den Medienpluralismus in Gefahr bringt“, schreiben die Verfasser des „Media Pluralism Monitor“ 2021 in ihrem Länderbericht.

Luxemburgs Medienlandschaft sei mit fünf Tageszeitungen, einigen Wochen- und Monatszeitungen sowie diversen Magazin- und Onlineformaten im Hinblick auf die geringe Größe des Landes zwar „überraschend reich“, so die Analyse. Dennoch sei der Medienpluralismus gefährdet, da der Großteil der nationalen Presse weiterhin in den Händen zweier Verlagshäuser (Editpress und Saint-Paul Luxembourg, heute Mediahuis Luxembourg) liege.

Diese Machtkonzentration lasse sich nicht nur in der geschriebenen Presse, sondern auch im Radio und im Fernsehen beobachten: „Der audiovisuelle Sektor wird von der CLT-UFA (RTL) beherrscht“, heißt es in der Studie …