Es ist eines der ambitioniertesten und gleichzeitig umstrittensten Vorhaben dieser Legislaturperiode: das Reformpaket zur Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft, mit dem durch gleich fünf Gesetzestexte die Abfallgesetzgebung abgeändert wird. Am Ende einer langen Debatte wurden die Texte am Mittwoch im Parlament mit unterschiedlichen Mehrheiten angenommen.

Die Debatte fand dabei ohne jene Umweltministerin statt, unter deren Verantwortung die Gesetzestexte ausgearbeitet wurden: Carole Dieschbourg. Diese ist bekanntlich zurückgetreten und soll kommende Woche durch Joëlle Welfring ersetzt werden, wie Déi Gréng am Mittwoch bekannt gaben. Bis dahin hat Energieminister Claude Turmes das Umweltressort inne, der denn auch im Parlament sprach.

Das Reformpaket ist sehr umfassend und wird etappenweise umgesetzt. Hauptziele sind: Ressourcenverschwendung verhindern, unnütze Verpackungen und Plastikmüll vermeiden und Einweg- durch Mehrwegsysteme ersetzen. Ab Januar 2023 sind so etwa auf öffentlichen Veranstaltungen Einwegprodukte aus Kunststoff verboten und in der Gastronomie darf vor Ort nur noch wiederverwendbares Besteck und Geschirr genutzt werden …