Kommt es zur akuten Krise bei der Gasversorgung, greift der nationale Notfallplan, den die Regierung am Mittwoch beschloss. Dieser sieht unter anderem vor, dass die 50 größten industriellen Verbraucher 15 Prozent Erdgas einsparen müssten. Saunen und beheizte Schwimmbecken im Außenbereich müssten außerdem schließen. Bürogebäude dürften nur noch bis zu 19 Grad geheizt werden. Die Versorgung von Haushalten, Krankenhäusern und Schulen ist nur in Extremfällen eingeschränkt. Mit dem Industrieverband Fedil einigte sich die Regierung darauf, dass alle großen Industriefirmen gleich viel einsparen müssten, aber über eine Plattform Kapazitäten austauschen können.

Die bisherige Planung ging von einer Störung durch einen Unfall aus und nicht von einem chronischen Gasmangel, wie er nun durch die russische Politik aktuell verursacht sei, erklärte Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) bei der Vorstellung des Notfallplans …