Weil er in einem Brief rumänische Bettler mit teils sehr derben Worten beschrieben hatte, musste sich Gaston Vogel vor Gericht verantworten. Dort wurde er nun von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen – wie auch die mitangeklagten Medienvertreter.

Gaston Vogel hatte im August 2015 in einem offenen Brief die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, Lydie Polfer (DP), aufgefordert, etwas gegen die Bettelei in der Oberstadt zu unternehmen. Dabei hatte er Bettler aus „dem fernen Rumänien“ etwa als „Abschaum“ bezeichnet und mit Begriffen wie „puanteurs“ und „mendiants dégueulasses“ umschrieben. Diese Wortwahl zog eine Anzeige der „Ligue des Droits de l’Homme Luxembourg“ nach sich, woraufhin die Staatsanwaltschaft in dem Fall ermittelte und der mittlerweile 84-jährige Rechtsanwalt sich mit einer Anklage wegen Aufrufs zum Hass (gemäß Artikel 457-1 des Strafgesetzbuchs) und Diskriminierung (Artikel 454) konfrontiert sah. Reporter.lu hatte im vergangenen Jahr erstmals über den Fall berichtet.

In den Augen der Anklage erfüllte der Brief und die verwendeten Begriffe ausdrücklich die beiden Straftatbestände …