Energieminister und Umweltministerin legten am Mittwoch die ergänzte Fassung des Klimaplans vor. Die bezifferten Szenarien zeigen, dass Luxemburgs Autofahrern im nächsten Jahrzehnt eine kleine Revolution bevorsteht. Doch DP und LSAP wollen das Tempo drosseln.

Zwar liegt der Energie- und Klimaplan seit Mittwoch in der ausgearbeiteten Fassung vor, doch innerhalb der Koalition wachsen die Unstimmigkeiten. Als die Minister Carole Dieschbourg und Claude Turmes (beide Déi Gréng) am Dienstag den Plan vorstellten, funkten der LSAP-Fraktionschef Georges Engel und der DP-Abgeordnete Max Hahn dazwischen. Statt den Sprit generell teurer zu machen, könnte man den höheren Preis auf Lkw-Diesel begrenzen, so die Vertreter der Koalitionsparteien.

Die Idee: Die für 2021 geplante CO2-Steuer wird nach Verbrauchern gestaffelt. Der Vorteil: Der heimische SUV-Fahrer würde von Akzisenerhöhung und CO2-Steuer verschont – so wünschen es sich zumindest die Abgeordneten von Liberalen und Sozialisten. „Man sollte diese Piste verfolgen, bevor man den Bürgern mehr Steuern aufhalst“, sagte Georges Engel. Man solle Anreize schaffen, statt Bürger für das Fahren eines Autos zu bestrafen, das sie nunmal bereits gekauft hätten, so Max Hahn.

Drastische Senkung beim Inlandverkehr

Energieminister Claude Turmes sprach dagegen von einer Idee, die man „prüfe“. Tatsächlich steht im Klimaplan, dass eine Staffelung des CO2-Preises untersucht werden soll …