Die CO2-Steuer wird sich so auswirken, wie Blau-Rot-Grün es erwartet: Die Emissionen fallen geringer aus, die Wirtschaft und die Haushalte leiden nicht zu sehr. Das ist das Ergebnis einer Statec-Studie, die die Auswirkungen der Abgabe auf Sprit, Heizöl und Gas modelliert. 

2023 werden in Luxemburg wegen der CO2-Steuer elf Prozent weniger CO2 ausgestoßen als bei einem vergleichenden Szenario ohne CO2-Steuer. Das geht aus einer Studie der Statistikbehörde Statec hervor. Die Experten haben die Auswirkungen der Abgaben auf Sprit, Heizöl und Gas modelliert, die mit dem Haushaltsgesetz 2021 eingeführt werden. Die CO2-Bepreisung ist allerdings keine Wunderwaffe: Alleine durch diese Maßnahme wird das Ziel von minus 55 Prozent Emissionen bis 2030 nicht erreicht.

Die Pandemie hat die Klimapolitik kräftig durchgerüttelt. Der Einbruch der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens führt zu einem deutlichen Rückgang des Ausstoßes klimaschädlicher Gase. Luxemburgs CO2-Emissionen werden für dieses Jahr voraussichtlich bei etwa acht Millionen Tonnen C02 gegenüber mehr als neun Millionen Tonnen 2019 liegen. Doch Sorge bereitet den Klimapolitikern, dass der Ölpreis ebenfalls dramatisch eingebrochen ist. Das Risiko besteht, dass etwa Spritpreise längerfristig niedriger bleiben, wovon auch das Statec ausgeht.

Gebremste Zunahme der Emissionen

Die gute Nachricht: Die CO2-Steuer gleicht den Einbruch der Ölpreise aufgrund der Coronakrise aus – mehr aber auch nicht. Konkret bedeutet das: Tanken wird auch 2021 billiger sein als 2012, als die Spritpreise Höchstwerte erreichten …