Migräne, Übelkeit, chronische Schmerzen: Patienten leiden, Cannabis soll helfen. Doch Hanf ist nicht gleich Hanf. Damit die Pflanze richtig wirkt und schädliche Nebenwirkungen vermieden werden können, müssen Dosierung und Inhaltsstoffe stimmen.

Nein, Cannabis ist kein Allheilmittel. Es ist aber auch mehr als eine Droge, die high macht. Denn seit Jahrtausenden wird ihm eine heilende Wirkung zugesprochen. Heute wird es in der Medizin häufig als Schmerzmittel eingesetzt. Es soll beispielsweise bei multipler Sklerose, Migräne und chronischen Darmerkrankungen helfen. Es kommt aber auch als Appetitanreger, gegen Übelkeit oder bei Schlafstörungen zum Einsatz.

Dass Cannabis außerdem entspannt und beruhigt, ist daneben seit langem gewusst. Was viele aber nicht wissen: Unterschiedliche Cannabis-Sorten und -Moleküle können dabei ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten. Fest steht nämlich: Neben dem berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC), enthält Cannabis viele weitere Cannabinoide und Pflanzenstoffe, die im Medizinbereich verwendet werden. Am bekanntesten ist dabei wohl Cannabidiol (CBD). Während THC psychoaktiv ist, also „high“ macht, hat CBD vor allem eine entspannende und entkrampfende Wirkung.