Die Affäre „SuperDrecksKëscht“ könnte konkrete juristische Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft hat nämlich beschlossen, eine Voruntersuchung zu möglichen strafrechtlich relevanten Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Aktion „SuperDrecksKëscht“ (SDK) einzuleiten, wie zuerst das „Luxemburger Wort“ berichtete. Recherchen von Reporter.lu hatten Anfang vergangenen Jahres eine ganze Reihe von Missständen bei der SDK aufgedeckt.

Dass sich nun die Justiz eingeschaltet hat, geht auf eine Initiative der Piratenpartei zurück. Diese hatte vergangene Woche von ihr zusammengetragene Informationen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Zuvor hatte die Partei ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, das zum Schluss kam, dass in der Angelegenheit strafrechtlich relevante Interessenkonflikte vorliegen.

Wie die Pressestelle der Justiz auf Nachfrage bestätigt, geht es bei der „Dénonciation“ der Piraten um mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Ausschreibung der SDK-Aktion, aber auch um die Anstellung des Sohnes von Robert Schmit, dem ehemaligen Direktor der Umweltverwaltung, bei der sogenannten „SDK Akademie“ …