Die EU will den Gebrauch von Einwegplastik reduzieren und Hersteller vermehrt in die Pflicht nehmen. Abgeordnete und Umweltorganisationen loben die neue Richtlinie, doch ihre Umsetzung könnte schwierig werden – auch für Luxemburg.

Ob beim morgendlichen Kaffee-Stopp, auf der Geburtstagsfeier der Kinder, beim Cocktail mit Freunden oder bei der letzten Zigarettenpause – überall lauert das Einwegplastik. Etwa als Strohhalm, Kaffeebecher oder Zigarettenfilter. Einmal benutzt, landet er meistens im Müll – und letztendlich in unserer Umwelt. Während der Kunststoff in den 1950er Jahren als Revolution galt, zählt er heute zu den größten Gefahren für unser Ökosystem.

Die EU hat das Problem erst spät erkannt. Ende Oktober hat das Europäische Parlament eine Richtlinie verabschiedet, die den Gebrauch von Einweg-Plastik begrenzen soll und die Produzenten vermehrt in die Pflicht nimmt. Experten loben die Initiative als wichtigen Schritt für die Umwelt. Doch in manchen Punkten hat das Regelwerk Schwächen. In Luxemburg etwa könnte die Umsetzung problematisch werden.