Zur Geburt im Krankenhaus gibt es Alternativen. Wer sein Kind im Geburtshaus zur Welt bringen will, muss aber ins Ausland. Dort wird Frauen eine intensive Eins-zu-Eins-Betreuung angeboten. Wer sich dafür entscheidet, muss allerdings selbst die Kosten dafür übernehmen. 

Manuela Klein hat viel Kundschaft aus Luxemburg. Wobei „Kundschaft“ vielleicht das falsche Wort ist. Pro Monat unterstützt sie zwei bis drei Frauen aus Luxemburg, die ihr Kind statt im Großherzogtum im saarländischen Merzig zur Welt zu bringen.

Im Ausland, sei es in Deutschland oder Frankreich, können Frauen ihr Baby nicht nur im Krankenhaus oder zu Hause zur Welt bringen, sondern auch im Geburtshaus. In Luxemburg gibt es diese Option bis dato nicht.

Es handelt sich dabei um nicht-klinische Einrichtungen, die von Hebammen geleitet werden. Dort läuft die Geburt auf ganz natürlichem Wege ab. Keine Wehenmittel, keine Anästhesie, kein Kaiserschnitt. Auf der Seite des Geburtshauses in Merzig steht, dass es ein Ort für all diejenigen ist, die eine Schwangerschaft „ohne größere Probleme“ haben und die sich „eine normale Geburt erwarten und das auch wünschen“.

Ich finde es schade, wie es in Luxemburg abläuft. Es kommen ja nicht ohne Grund so viele Frauen nach Deutschland. Das zeigt, dass etwas nicht funktioniert.“Hebamme Manuela Klein

„Im Geburtshaus gibt es eine Eins-zu-Eins-Betreuung“, erklärt Manuela Klein. Sie sieht die Frauen, die bei ihr entbinden bereits Monate vor der Geburt, „und das in der Regel einmal im Monat“. Auch nach der Geburt läuft die Betreuung weiter – mit Rückbildungskursen, Babyschwimmen oder einer Stillberatung.

CNS zahlt nicht für Geburtshäuser

Die Betreuung ist nicht nur länger, sondern auch intensiver. Das Ganze hat aber auch seinen Preis.