Um den höheren Mindestlohn und zwei weitere Urlaubstage auszugleichen, will Blau-Rot-Grün die Betriebssteuern senken. Doch diese Rechnung geht für die Unternehmen nicht auf. Gleichzeitig drohen die Steuereinnahmen aufgrund neuer internationaler Regeln zu schwinden.

Der Mindestlohn werde erhöht und als Ausgleich die Steuern für Unternehmen gesenkt, erklärte DP-Präsidentin Corinne Cahen den Deal bei der Vorstellung des Koalitionsprogramms. Bereits während des Wahlkampfes schlug LSAP-Spitzenkandidat Etienne Schneider vor, die Steuern zu senken als Gegenleistung für eine 38-Stunden-Woche.

Am Ende der Koalitionsverhandlungen stand jedoch keine kürzere Arbeitswoche, sondern lediglich ein gesetzlicher Urlaubstag und ein Feiertag mehr. Die Erhöhung des Mindestlohns müssen die Unternehmen nur zu einem Teil finanzieren. So oder so geht die Rechnung aber nicht auf : „Es ist ein politischer Ausgleich, kein ökonomischer“, sagt …