Eine nächste Indextranche könnte sich noch in diesem Jahr aufdrängen. Davon geht die Statistikbehörde „Statec“ in ihrer neuesten Prognose aus. Da aber gesetzlich festgehalten worden war, dass nach der Indextranche vom vergangenen April in den darauffolgenden zwölf Monaten keine zusätzliche Tranche greifen soll, werden nun im Herbst nochmals die Sozialpartner zu Verhandlungen zusammenkommen.

In dieser Tripartite dürfte dann über eine mögliche Verschiebung der zusätzlichen Indextranche sowie über entsprechende Kompensierungsmaßnahmen diskutiert werden. Ende März hatten sich bekanntlich Regierung, Arbeitgeber sowie die Gewerkschaften CGFP und LCGB über eine Verschiebung der sich im Juli aufdrängenden Indextranche auf April 2023 verständigt. Zur Kompensierung des Kaufkraftverlusts wurde dabei das sogenannte „Solidaritéitspak“ geschnürt. Lediglich der OGBL hatte das Abkommen damals nicht unterzeichnet.

Nun könnte die größte Gewerkschaft des Landes aber wieder an den Verhandlungen teilnehmen, die voraussichtlich im September stattfinden. Bis Anfang September nämlich soll das Statistikamt auf Anfrage der Regierung aktualisierte Berechnungen vorlegen …