Das Bettelverbot in der Stadt Luxemburg, das seit Mitte Dezember in Kraft ist, und dessen Umsetzung sich jetzt in der repressiven Phase befindet, stößt weiterhin auf viel Kritik. Auch aufseiten jener, die es von der Theorie in die Praxis umsetzen müssen. Neben der Polizei ist das die Justiz. Und bei Letzterer steht man dem Vorgehen des neuen Ministers für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), mit großer Skepsis gegenüber.

Das Bettelverbot sei vergleichbar mit dem Versuch, mit einer Mistgabel Schnee zu schippen, fasste der leitende Staatsanwalt für den Bezirk Luxemburg, Georges Oswald, am Mittwoch im Interview bei „RTL“ die in seinen Augen wenig zielführende Maßnahme zusammen. Offenbar sei man sich bei der Zielsetzung, nämlich dem Kampf gegen die organisierte Bettelei, einig. Das aktuelle Verbot sei aber das falsche Instrument dafür, so Georges Oswald …