In Kirchberg wurde am Mittwoch eine neue Einrichtung für Geflüchtete vorgestellt. Außen- und Immigrationsminister Jean Asselborn (LSAP) nutzte die Präsentation, um über die aktuelle Situation in Sachen Schutzsuchende zu berichten – aber auch, um gewisse Kritiken zurückzuweisen.

Was die Neuankünfte von Asylbewerbern angeht, sei Luxemburg momentan, mit etwas mehr als 2.000 Menschen pro Jahr, wieder auf demselben Stand wie im Krisenjahr 2015, so der Minister. Dass die meisten von ihnen aus der Ukraine stammen, belegen die Zahlen, die das Ministerium kürzlich für den Monat November vorlegte. Es sei aber schwierig zu sagen, wie viele Geflüchtete aus der Ukraine sich momentan im Großherzogtum aufhalten, so Jean Asselborn.

Das Ministerium habe zwar rund 5.400 temporäre Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt, doch ob sich diese Menschen immer noch im Land aufhielten, sei ungewiss. In den Strukturen des „Office National de l’Accueil“ (ONA) leben momentan circa 1.100 Geflüchtete aus der Ukraine, etwa 3.000 sollen privat untergekommen sein …