Im Staatsrat kommt es zu einem weiteren Wechsel. Der Jurist Georges Kohn, der der Institution erst im Dezember 2024 beigetreten war, hat nämlich seinen Rücktritt eingereicht. Die entsprechende großherzogliche Verordnung wurde jetzt im Amtsblatt veröffentlicht und auch die Webseite des Staatsrates weist den 65-Jährigen als „am 15. April auf eigenen Antrag zurückgetreten“ aus. Die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin, die turnusmäßig durch die Regierung, das Parlament und den Staatsrat erfolgt, obliegt in diesem Fall dem Staatsrat.

Georges Kohn ist Vizepräsident des „Conseil arbitral de la sécurité sociale“ und war am 25. November 2024 als Mitglied des Staatsrates ernannt sowie am 2. Dezember 2024 vereidigt worden. Er folgte damals auf Christophe Schiltz (LSAP), der in dem Jahr nicht nur sein Mandat als Vorsitzender aufgab, sondern auch aus dem Staatsrat ausschied, um seinen neuen Posten als Luxemburger Botschafter in Rom anzutreten. Die Wahl von Georges Kohn, der bislang nicht parteipolitisch in Erscheinung getreten war, sorgte damals vor allem bei der LSAP für Unmut. Die Sozialisten hatten nämlich den Anwalt Max Leners (LSAP) vorgeschlagen, der aber dann bei der Wahl überraschend Georges Kohn unterlag …