Der mutmaßliche Einwanderungs- und Sozialleistungsbetrug, mit im Fokus der Luxemburger Immigrationsbehörde, bestimmt weiterhin die politische Aktualität. Vergangene Woche erst hatten exklusive Recherchen von Reporter.lu das Ausmaß der Ermittlungen, die Rolle der Beschuldigten und die Verwicklung der politischen Entscheidungsträger, also der Ressortminister, gezeigt. Jetzt am Dienstag war die Affäre auch nochmals Thema im parlamentarischen Ausschuss für innere Angelegenheiten.

Der Fall stand zwar nicht auf der Tagesordnung, Innenminister Léon Gloden (CSV) nutzte aber die Sitzung, in der er den Abgeordneten die großherzogliche Verordnung für eine nationale Bauverordnung vorstellte, dazu, sie auch darüber zu informieren, dass er die Beratungsfirma „Résultance“ mit einem Audit des „Départment étrangers“ der Generaldirektion für Immigration beauftragt habe. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Affäre Anfang Juli hatte der Minister ein solches Audit bei der Immigrationsbehörde angekündigt.

In einer Pressemitteilung erinnerte sein Ministerium am Dienstag nochmals daran, dass das Audit einen administrativen Charakter habe und von den laufenden strafrechtlichen Ermittlungen getrennt sowie unabhängig sei. Die Untersuchung werde sich unter anderem auf die Unternehmensführung und das interne Kontrollsystem besagter Abteilung der Immigrationsbehörde beziehen …