Die Luxemburger Justiz hat im Rahmen von Ermittlungen wegen mutmaßlichen Einwanderungs- und Sozialleistungsbetrugs großangelegte Razzien durchgeführt. Im Fokus der Hausdurchsuchungen standen unter anderem das Innenministerium und das Ministerium für Hochschulwesen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.
Die Dimensionen der Ermittlungen sind weitreichend: Über 200 Personen aus Drittstaaten stehen im Verdacht, mit gefälschten Dokumenten unrechtmäßige Aufenthaltsgenehmigungen – und in der Folge staatliche Sozialleistungen – erhalten zu haben, die ihnen nicht zustanden. Mittlerweile seien 25 Personen angeklagt, heißt es weiter von der Luxemburger Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen der Luxemburger Justiz sowie mehrerer Abteilungen der Kriminalpolizei laufen bereits seit 2023. Die Vorwürfe reichen von Korruption und Geldwäsche über Urkundenfälschung bis hin zu Subventionsbetrug und Menschenhandel. Laut der Staatsanwaltschaft wurden am Dienstag zeitgleich Räumlichkeiten der „Direction générale de l’immigration“ im Innenministerium, des Ministeriums für Hochschulwesen und Forschung sowie bei fünf Unternehmen und mehreren Privatpersonen durchsucht.
Laut der offiziellen Mitteilung habe es sich bereits um die zwölfte Hausdurchsuchung in der Einwanderungsbehörde und die vierte im Hochschulministerium gehandelt. Die großangelegte Aktion, für die die Polizei mehr als 60 Beamte mobilisierte, führte demnach zur Vollstreckung von drei weiteren Haftbefehlen.
Die Justiz spricht im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Betrugsmasche von der gezielten Ausnutzung administrativer Schwachstellen …
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