Ab wann sprechen wir in Luxemburg eigentlich von Euthanasie? Was ist gesetzlich erlaubt? Welches Recht hat der Patient, welche Aufgabe hat der Arzt? Ein Überblick zu den wichtigsten Fragen der aktiven Sterbehilfe.

Selbst der Duden trifft die Definition von Euthanasie nicht. Er versteht sie als „die absichtliche Herbeiführung des Todes bei unheilbar Kranken durch Medikamente oder durch Abbruch der Behandlung“. Ein Abbruch der Behandlung gilt allerdings unter der medizinisch verbreiteten und auch im Luxemburger Gesetz festgehaltenen Definition weder als aktive noch als passive Sterbehilfe.

Es herrschen weiterhin viele Unklarheiten – auch bei Fachleuten. So ist etwa die Annahme falsch, dass man im Fall der Fälle automatisch von Euthanasie profitieren kann, weil diese in Luxemburg gesetzlich erlaubt ist. Das Gesetz erkennt die Gewissensfreiheit des Arztes an: Der Arzt kann die Sterbehilfe aus persönlicher Überzeugung verweigern. Kurz: Das Gesetz hält für Patienten kein Recht auf Euthanasie fest.