Noch vor einigen Monaten standen Pierre Gramegnas Chancen gar nicht so schlecht. Nun aber steht fest, dass wieder einmal nichts aus einem europäischen Spitzenposten für den ehemaligen Luxemburger Finanzminister wird. Der DP-Politiker hat nämlich seine Bewerbung für den Posten als Generaldirektor des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zurückgezogen. Letztlich hatte er nicht die erforderlichen 80 Prozent der Stimmen innerhalb der Eurogruppe auf sich vereinigen können.

„Um eine Pattsituation zu vermeiden und die Nachfolge von Klaus Regling, dem derzeitigen Generaldirektor des ESM, nicht weiter zu behindern, wurden beide Kandidaten mit heutigem Datum aus dem Rennen genommen“, schreibt das Finanzministerium am Dienstag in einer Pressemitteilung. Die beiden Kandidaten sind in dem Fall Pierre Gramegna sowie sein verbliebener Konkurrent Joao Leao. Auch der einstige portugiesische Finanzminister konnte nicht die nötigen Stimmen für sich verbuchen …