Die Regierung hat insgesamt 900.000 Antigen-Schnelltests gekauft. Eine erste Lieferung von 75.000 Tests traf vergangenen Freitag in Luxemburg ein. Nun wurden Details und Preis des Materials bekannt, das hierzulande zum Einsatz kommt. Die Qualität ist gut, aber nicht überragend.

Die Regierung hat 900.000 „SARS-CoV-2 Rapid Antibody Tests“ gekauft, die der Pharmakonzern Roche vertreibt. Für die Antigen-Schnelltests zahlte das „Haut Commissariat à la protection nationale“ knapp 6,5 Millionen Euro. Ein einzelner Test kostet demnach knapp sieben Euro. Das Gesundheitsministerium teilte vergangene Woche mit, dass die erste Lieferung von 75.000 Tests eingetroffen sei.

Den Auftrag erteilte die Regierung dem Luxemburger Großhändler Prophac mit Sitz in Howald. Die Firma ist auf den Vertrieb von Diagnostikprodukten spezialisiert. Der staatliche Auftrag ist für das Unternehmen ein großer Brocken: 2019 betrug der Jahresumsatz 17,8 Millionen Euro.

Der Pharmakonzern Roche vertreibt den „Rapid Antibody Test“ des koreanischen Herstellers „SD Biosensor“ in Europa. Die Tests ermöglichen ein Resultat innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Das Kit enthält das gesamte benötigte Material und kann deshalb außerhalb eines Labors durchgeführt werden.

Sensitivität ausreichend

Gegenüber den PCR-Tests, die in den Labors durchgeführt werden müssen, sind Antigen-Tests weniger genau. Experten sprechen dabei von Sensitivität und Spezifität. Die Roche-Schnelltests erkannten 111 von 115 Proben, die das Sars-Cov-2-Virus enthielten, gibt der Konzern an. Das heißt aber auch, dass 4 von 115 Tests falsch-negative Ergebnisse ergaben …