Erste Covid-19-Schnelltests haben eine Verkaufszulassung in Luxemburg erhalten. Am Donnerstag hat das Gesundheitsministerium eine Strategie ausgearbeitet, wie die neuen Tests künftig eingesetzt werden können. Die schnelleren Verfahren sollen in erster Linie die Labore entlasten.

Innerhalb von einer Viertelstunde soll ein Antigentest bestimmen, ob eine Covid-19-Infektion vorliegt. Obwohl mehrere Pharmaunternehmen bereits seit Monaten Schnelltests entwickeln, stellte das Gesundheitsministerium erst Mitte Oktober eine erste Handelsgenehmigung aus. Zuvor überprüfte das „Laboratoire national de santé“ zwei Antigen-Testkits. Es sind die ersten Tests, die den qualitativen Ansprüchen des Ministeriums gerecht werden.

Schnelle, aber ungenauere Resultate

Wie eine PCR-Analyse soll ein Antigentest die Präsenz des Virus nachweisen. Die Tests unterscheiden sich insofern, als bei Antigentests nicht das Erbgut, sondern nur ein Eiweißfragment – also ein Teil der „Hülle“ des Virus – für den Nachweis erforderlich ist. Der Test ist somit vom Prinzip mit einem Schwangerschaftstest vergleichbar. Die Antigene aus einer Speichelprobe binden sich anschließend an die im Test enthaltenen Antikörper und lösen somit eine Farbreaktion aus. Zudem kann der Test überall eingesetzt werden – eine Laboruntersuchung ist nicht erforderlich …