Die Generalstaatsanwältin Martine Solovieff hat in einem Schreiben an die Regierung Kritik am Einsatz von Kriminalpolizisten in Zusammenhang mit dem sogenannten Bettelverbot geäußert. Durch die Abstellung dieser Ermittler würden Fälle in anderen Bereichen liegen bleiben. Léon Gloden (CSV) versteht den Brief als „Hilferuf“ und sieht das Problem eher in den Verfehlungen seiner Vorgänger. Lediglich in einem Punkt räumt der Minister für innere Angelegenheiten Fehler ein.

Nämlich seien auch Kriminalbeamte der Einheit für Wirtschafts- und Finanzkriminalität abgezogen worden. Das sei jedoch nicht nötig gewesen und sei, als er davon erfahren habe, auf seine Anordnung hin, wieder rückgängig gemacht worden, so Léon Gloden am Montag bei „RTL“. Ansonsten verteidigte er sein Vorgehen nochmals damit, dass es bei dem erhöhten Polizeiaufgebot in der Hauptstadt nicht nur um die „organisierte Bettelei“ gehe, sondern auch um Drogenkriminalität, Zuhälterei, illegale Immigration und die „Salubrité publique“. Rezent hatte der Minister im Parlament eine Zwischenbilanz der Polizeiaktion gezogen. Dabei standen zwei Bettelei-Fälle zu Buche.

Zwischen dem 29. Januar und dem 29. Februar hätten die Ermittler der Kriminalpolizei 880 Arbeitsstunden damit verbracht, in der Hauptstadt nach Bettlern Ausschau zu halten, schreibt dazu Martine Solovieff in einem Brief …