Die Regierung sitzt die Empfehlung des Conseil Supérieur des maladies infectieuses (CSMI) zur Impfung mit AstraZeneca aus. Man warte auf den Beschluss der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), so die Santé in einem Schreiben. Eine definitive Entscheidung ist weiterhin ungewiss.

Personen unter 54 Jahren, die sich freiwillig mit dem AstraZenca-Impfstoff haben impfen lassen, erhalten weiterhin auch die Zweitdosis des britisch-schwedischen Herstellers. Dies entschied die Regierung, obwohl der Conseil Supérieur des Maladies Infectieuses (CSMI) zu einer gegenteiligen Empfehlung gekommen war und ausdrücklich zu Kreuzimpfungen geraten hatte. Dem Gremium folgend, hätten Freiwillige nach einer einmaligen AstraZeneca-Impfung beim zweiten Impftermin mit dem Impfstoff von BioNtech-Pfizer geimpft werden sollen.

Die Entscheidung, der Empfehlung zunächst nicht zu folgen, fiel am Donnerstagmorgen im Kabinett. Das Gesundheitsministerium begründet sie in einer Pressemitteilung. So wolle die Regierung die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) abwarten, ehe sie die eigene Regelung anpasse. Die Agentur prüfe derzeit die Studienlage zu sogenannten Kreuzimpfungen und komme voraussichtlich noch vor Monatsende zu einer Einschätzung, so das Ministerium weiter.

Eine klare Zusage, dass die Impfabfolge bei einer positiven Einschätzung der EMA angepasst wird, bleibt die Regierung jedoch schuldig. Lediglich eine Prüfung stellt die Regierung in Aussicht: „Dès que la position de l’EMA sera connue, le gouvernement avisera si la stratégie vaccinale doit être adaptée …