Bisher hielt die Regierung ihre Erhebungen über die erwartbare Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten unter Verschluss. Das Parlament wurde nun über die wichtigen Daten zur Pandemie unterrichtet. Die Projektionen deuten auf eine leichte Entspannung der Lage hin.

Die Krankenhäuser seien „am absoluten Limit“, aber man erhoffe sich in den kommenden Tagen eine Entspannung der Lage: Mit diesen Worten erklärte Paulette Lenert Ende der vergangenen Woche die Haltung der Regierung, bis auf Weiteres keine neuen Maßnahmen in der Coronavirus-Pandemie zu beschließen.

Bisher war für die Öffentlichkeit schwer auszumachen, auf welche Daten und Einschätzungen sich die Gesundheitsministerin bei ihren hoffnungsvollen Aussagen genau beruft. Die Antwort gab die Ministerin am vergangenen Freitag, als sie im zuständigen parlamentarischen Ausschuss erstmals aktuelle Projektionen über die Belegung der Krankenhausbetten präsentierte. Dabei handelt es sich insbesondere um Simulationen der „Inspection Générale de la Sécurité Sociale“ (IGSS), welche die Ministerin auf Anfrage der CSV-Fraktion herausgab.

Höhepunkt könnte bereits erreicht sein

In dem Dokument, das Reporter.lu vorliegt, beruft sich das Ministerium auf die Statistiken der IGSS, wonach sich die Belegung der Kliniken in den kommenden Wochen stabilisieren könnte. Demnach müssten über die nächsten Wochen maximal 160 Covid-19-Infizierte im Krankenhaus behandelt werden, etwa 40 Patienten würden auf die Intensivstation entfallen. Die Simulationen vom 6. November decken sich nahezu exakt mit den aktuellen Zahlen, die die Regierung für den 8. November publizierte …