Die ADR kritisiert die „Orange Week“ – eine Initiative, die Gewalt gegen Frauen anprangert. Das Event sei männerfeindlich, sagt nicht nur Fernand Kartheiser, sondern behaupten auch die ADR-Frauen. Der nationale Frauenrat wehrt sich gegen die Kritik.

Die „Orange Week“ ist ein internationales Event, das sich gegen Gewalt an Mädchen und Frauen einsetzt. In Luxemburg findet die Kampagne zum dritten Mal statt und wird vom nationalen Frauenrat CNFL und Zonta Luxembourg organisiert.

Für Fernand Kartheiser (ADR) handelt es sich um eine „offen männerfeindliche“ Veranstaltung. Der Abgeordnete engagiert sich schon länger für die Rechte und Interessen der Männer und findet, die Initiative spiele beide Geschlechter gegeneinander aus. In einer parlamentarischen Anfrage vom 4. Juli kritisiert er, dass dadurch Männer nur als Täter und Frauen nur als Opfer dargestellt werden.

Und er geht noch weiter: Der ADR-Mann fragt sich, ob die Großherzogin, die für die diesjährige „Orange Week“ eine Schirmherrschaft angeboten bekommen haben soll, diese überhaupt annehmen dürfe. Das Event sei alles andere als politisch neutral und die Großherzogin würde sich damit in ein schlechtes Licht rücken.

ADR wittert „Männerfeindlichkeit“

Doch nicht nur Fernand Kartheiser kritisiert die „Orange Week“. Auch die Präsidentin der ADR-Frauen, Sylvie Mischel, findet, dass ein Teil der Opfer, nämlich die Männer, komplett ausgeschlossen werden. „Wir ärgern uns, dass Männer als toxisch dargestellt werden“, sagt sie im Gespräch mit REPORTER …