Eine Behandlung, zwei Preise. In Luxemburgs Krankenhäusern kann das vorkommen. Von hohen Rechnungen sind vor allem Mitarbeiter der EU-Institutionen betroffen. Sie sind nicht bei der CNS versichert und müssen deshalb bei der Behandlung draufzahlen. Ein Überblick.

Jeder hat Anspruch auf eine adäquate medizinische Betreuung. Was er dafür zahlen muss, hängt in Luxemburg aber stark von seiner Versicherung ab. Hierzulande sind die meisten Menschen bei der nationalen Gesundheitskasse CNS versichert. Doch nicht alle. Mitarbeiter der Europäischen Institutionen in Luxemburg sind nicht Mitglied der CNS. Sie sind über das „Régime Commun d’Assurance Maladie (kurz RCAM) der Europäischen Kommission versichert. Und das hat einige Nachteile.

Seit 1999 gab es ein Abkommen zwischen der Fédération des Hopitaux Luxembourgeois und der RCAM für die Betreuung ihrer Patienten in Luxemburger Kliniken. Das Problem dabei: RCAM-Versicherte mussten im Schnitt 15 Prozent der Behandlungskosten selbst übernehmen – während die CNS-Versicherten nichts zahlen müssen. Das sorgte für eine gewisse Diskriminierung – und dagegen gingen einige Patienten vor.