Mehr als 20 Jahre hat es gedauert – jetzt steht fest: Die Umweltklinik kommt in das „Südspidol“ nach Esch. Die Standortwahl von Gesundheitsminister Etienne Schneider wirft allerdings Fragen auf. Klar ist: Es war nicht die Qualität des Dossiers, die überwog – sondern ein altes Versprechen der Politik. 

„D’Kaz ass aus dem Sak“, hieß es vor ein paar Wochen bei RTL. Damals wurde bekannt, dass die Umweltklinik in das zukünftige „Südspidol“ nach Esch kommen wird. Ganz so überraschend kam das allerdings nicht.

Zwei Krankenhäuser hatten ein Projekt für den Bau der Klinik eingereicht – die Hôpitaux Robert Schuman (HRS) und das Centre Hopsitalier Emile Mayrisch (CHEM). Letztlich war es Noch-Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP), der sich für eines von beiden entscheiden musste. Dem CHEM gab er den Zuschlag, das HRS-Projekt lehnte er ab.

Diese Entscheidung ist aber alles andere als ein Zufall. Und dass Etienne Schneider nach dem Kriterium „Möge der Bessere gewinnen“ ausgewählt hat, mehr als fraglich. Denn hinter den Kulissen stand der „Gewinner“ seit Jahren fest.