Die „Oeuvre Grande-Duchesse Charlotte“ finanziert jedes Jahr gemeinnützige Projekte und Sozialleistungen des Staates. Das Geld stammt von der „Loterie Nationale“. Doch die Konkurrenz durch illegale Glücksspiele steigt. Wegen dieser Praxis wurde mittlerweile Klage eingereicht. 

Sie stehen in Cafés, Pubs und Bars und locken die Kundschaft mit bunten Schriftzügen und Lichtern an. Spielautomaten sind in Luxemburg eigentlich verboten und dürfen lediglich in Casinos betrieben werden. In Kneipen sind nur jene Maschinen erlaubt, bei denen kein Geldgewinn angeboten wird.

Obwohl dieses Gesetz seit 1977 in Kraft ist, gibt es in der Praxis kaum Kontrollen. Die Automaten sind somit die größte illegale Konkurrenz für die „Loterie Nationale“ – und nicht nur für sie. Denn das Geld, das das Lotto-Unternehmen einnimmt, geht an die Wohltätigkeitsorganisation „Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“. Letztere spendet es an diverse Projekte und Vereine.

2.000 Automaten quer durchs Land verteilt

Vor einem Jahr hat die Oeuvre wegen illegalen Glückspiels Klage gegen Unbekannt eingereicht. Die Automaten stören die Oeuvre einerseits, weil sie gesetzlich verboten sind. Andererseits, weil ihr dadurch Geld verloren geht, das sie spenden könnte. Das Geld, das ein Spieler in einen solchen Spielautomaten steckt, geht integral an den Betreiber. Auch werden die Gewinne nicht besteuert …